MÜNCHEN. Erst ins Internet, dann in den Urlaub: Rund 28 Mio. Deutsche suchen jährlich durchschnittlich acht- bis neunmal im Internet nach Reisen, Flügen oder Hotels. Suchmaschinen fungieren dabei als Kompass. Das ergab eine in München vorgestellte Google-Studie zum Kundenverhalten beim Suchen und Buchen von Reisen im Internet. „Das Internet spielt eine immer bedeutendere Rolle für die knapp 22 Mrd. Euro, die jährlich im touristischen Kernmarkt umgesetzt werden”, sagt Jan Peter Kretschmer, Industry Manager Travel bei Google. Für die Studie wurden 1000 Personen zwischen 16 bis 55 Jahren befragt, die in den vergangenen zwölf Monaten online nach Reisen gesucht hatten. Die Befragung wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Convios Consulting durchgeführt und mit Ergebnissen des englischen Reisemarktes angefüttert.
Durchschnittlich buchten die Befragten im vergangenen Jahr 2,8 Reisen im Internet. Vor der Entscheidung für ein Produkt besuchten sie sechs Websites. 29 Prozent aller Buchungen erfolgten auf den Internetseiten von Fluglinien, den zweiten Platz belegen mit 26 Prozent Online-Reisebüros. 18 Prozent buchten Hotelzimmer. Dabei entscheidet zu 75 Prozent der Preis über eine Reservierung, nur knapp einem Drittel ist der Service der Buchungsseite wichtig.
Suchmaschinen sind mit Abstand der häufigste Startpunkt im Such- und Buchungsprozess von Reisen.
47 Prozent gaben an, die Reikesesuche überwiegend per Suchmaschinen zu starten. Wichtig seien auch die Websites der Hotels: „Hier wollen die Kunden eine Vielzahl von Informationen. Aber auch Fotos von Zimmern oder dem Wellnessbereich, was das Hotel bietet”, so Kretschmer. Besonders die „Silver Surfer” – damit sind Menschen gemeint, die älter als 55 Jahre alt sind – interessierten sich verstärkt für Hotel-Websites. Immer wichtiger würden auch die Kundenbewertungsseiten von Hotels.